“Hope you guess my name.”„ Mick Jagger“, lautet die Antwort. Zumindest in einer verbreiteten Interpretation des Songs „American Pie“ von Don McLean.
So come on, Jack, be nimble, Jack be quick
Jack Flash sat on a candlestick,
´Cause fire is the devils only friend.
Oh, and as I watched him on the stage,
My hands were clenched in fists of rage.
No angel born in Hell
Could break that Satan's spell
And as flames climbed high into the night
To light the sacrificial rite
I saw Satan laughing with delight
The day the music died
Folgt man dieser Interpretation, bezieht sich der Text auf die Ereignisse beim Altamont Free Concert. Die Rolling Stones, die 1968 die Single „Jumpin` Jack Flash“ veröffentlicht hatten, spielten am 6. Dezember 1969 bei einem kostenlosen Festival auf dem Gelände des nordkalifornischen Altamont Speedway. Während ihres Auftritts wurde einer der Besucher, Meredith Hunter, von einem der als Sicherheitskräfte engagierten Hell´s Angels erstochen.
Im Songtext wird dieser Todesfall ein „sacrifical rite“, ein Opferritus, und der Sänger der Rolling Stones jemand, der sich auf der Bühne als Flüche verhängender Satan oder zumindest als einer seiner Verbündeten zu erkennen gibt.
Don McLean war weder der erste, der die Rolling Stones in die Nähe satanistischer Strömungen rückte, noch der erste, der dieses Konzert zu einem symbolischen Wendepunkt erklärte.
The day the music died.
Jener Tag habe die Rock-Festivals ihrer Unschuld beraubt und das Ende der Hippie-Seligkeit eingeläutet, schrieben die Kritiker.
Do you believe in rock ´n roll
Can music save your mortal soul
And can you teach me how to dance real slow
Und was hat “Miss American Pie” damit zu tun? Anscheinend steht sie für eine zur Zeit der Unschuld erhobenen Phase des Rock´n Roll, in der sich die Jugendlichen diszipliniert und „real slow“ im Paartanz zur Musik bewegten und sich nicht in Massen vor Konzertbühnen drängten. Unterhaltung ist stets auch eine körperliche Kategorie.
Diese ersten Gedanken sollen nur ein Einstieg sein. In diesem Blog werde ich nun versuchen, die Rezeptionsgeschichte des Songs „Sympathy for the Devil“ ausschnitthaft nachzuzeichnen. Dabei werde ich mich von der Frage nach Körperbildern und –konstruktionen leiten lassen.
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