„Shine a light“ zeigt auch eine Bühnenperformance von „Sympathy for the Devil".
Sie beginnt mit den bekannten Rhythmen, die Bühne ist in ein rotes Licht getaucht. Rolling Stones- Rot oder Teufel- Rot, bei diesem Song ist keine Unterscheidung möglich oder nötig. Der Auftritt von Mick Jagger erfolgt über den Zuschauereingang, und auch das erscheint nur folgerichtig, denn bei den Warhorses, den Klassikern der Stones, ist das Publikum schon längst zum Bestandteil der Performance geworden. Schon bei den ersten Klängen whooohooo-en sie sich ein und feiern die Erscheinung, die sich ihren Weg über den Laufsteg durch die Menge tänzelnd bahnen wird.
Mick Jagger erscheint zunächst als dunkler Umriss, umrahmt von einer Flügeltür, die durch den Lichteinsatz unweigerlich an eine Höllenpforte denken lässt, dann als Routinier im schwarzen Federmantel, der auf die Bühne strebt, die wiederum Assoziationen an einen Altarraum mit goldenem Triptychon hervorruft. Auf seinem Weg animiert er das Publikum zum Klatschen, dieses folgt in einer gemilderten Ekstase. Keine Absperrungsgitter, wie sonst bei Konzerten üblich, halten die Fans davon ab, dem Star zu nahe zu kommen. Sie bleiben dennoch diszipliniert an ihrem Platz und strecken Mick Jagger lediglich Hände und Fotohandys entgegen. Auch wenn die Bestuhlung des Parketts entfernt wurde und das Publikum demnach stehen, sich bewegen kann, wirkt es gezähmt, fast choreographiert.
Das Beacon Theater wurde, gewählt um dem Konzertfilm einen intimen Rahmen zu geben, und vor allem bei „ Sympathy fort he Devil“ fangen die zahlreichen Kameras nicht nur die Band, sondern auch die Zuschauer ein, doch die Grenze zwischen ihnen wird nicht aufgelöst, diese Auflösung wird nur behauptet.
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