Den Forumsbeiträgen zufolge unterscheiden sich die User auch in den Kinovorstellungen des Konzertfilms vom übrigen Publikum und sind somit leicht als Fans auszumachen:
„I had a blast and danced the whole movie! will defintely go back and see it again.”
“Must admit, when the movie started, I thought I'm gonna look like a complete knob if I start rocking out. but then my natural urges took over and I just didn't give a crap, ha!”
“What disappointed me a bit was, that noone rocked! I mean, I was the only one clapping my hands and shrieking and shouting 'Wohoo' or whatever all the time, I tried to animate the others but noone would join in. They were all just sitting there, staring at the screen, not moving. Unbelievable! I kept on rocking, though!“
Der wahre Fan lässt sich auch von Rezeptionsumfeld und –bedingungen nicht beeinflussen. Er feiert sich und die Band wie bei einem Konzert, auch zwischen Multiplex- oder IMAX- Komfortsitzen. Sitzreihen sind, das zeigt die Rockhistorie, eine Hürde, die es zu ignorieren oder zu überwinden gilt. In früheren Jahren wurden sie nicht selten zerstört, zertrümmert als Zeichen einer Ordnung, einer vorgegebenen Rezeptionshaltung, die man nicht einnehmen wollte. Die Sitzposition ein Korsett, in das man sich nicht fügen wollte, das man abstreifen musste. Rocken als Freiheit für den Körper- gilt das noch?
Rocken kann heute vieles. Unzählige URLs belegen: Mathe rockt, eigentlich jede deutsche Stadt (und möge sie noch so provinziell klingen) rockt und Jesus rockt. Mit Akkusativobjekt geht es auch. Ich rocke den Club, du rockst den Kater, er rockt die Führerscheinprüfung, wir, ihr und sie rocken jede Situation.
Beim schriftlichen Fixieren überkommt mich ein Zweifel, ob das Verb unter Jugendlichen wirklich noch gebräuchlich ist. Das Lexikon „ Jugendsprache unplugged 2009“ führt es allerdings noch und übersetzt: Spaß machen, Stimmung machen. Als Anwendungsbeispiel wird folgender Satz angeboten: Ich hab den Wii ausprobiert, das Teil rockt! Trotz der Schleichwerbung bin ich beruhigt. Es geht noch um Körper in Bewegung. Und bei einer Version des Wii-Spiels Rayman Raving Rabbids kann man am Schluss sogar als weisse Kaninchen auf der Bühne stehen, Songs mit den Steuerungselementen nachspielen und rocken, bzw. so tun als ob.
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen